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Erlangen ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken und ist mit und über 105000 Einwohnern die kleinste der insgesamt acht Großstädte des Freistaates Bayern. Die Einwohnerzahl von Erlangen überschritt 1974 die Grenze von 100000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Erlangen wird erstmals namentlich in einer Urkunde aus dem Jahre 1002 erwähnt.

Erlangen ist seit 1743 Universitätsstadt und mit über 25000 Studierenden hat sie die zweitgrößte Universität in Bayern. Das ist bei Gutachten und Wertermittlungen von Interesse. Hier befinden sich auch das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), an dem unter anderem das MP3-Dateiformat entwickelt wurde. Seit 2009 hat außerdem das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts seine Arbeit in Erlangen aufgenommen. Erlangen besitzt weltweit die höchste Dichte an Krankenhäusern. Beinahe jeder vierte Arbeitnehmer verdient heute sein Brot in den Bereichen Medizintechnik und Gesundheit. Das Erlanger Kollegienhaus wurde 1889 für die Universität gebaut, um den gestiegenen Studentenzahlen Rechnung zu tragen. Damit wurde aber nicht nur ein Ort für Forschung und Lehre eingerichtet, sondern auch das Selbstbewusstsein der Universität sollte mit dem repräsentativen Bau verdeutlicht werden.

Wenige archäologische Funde deuten an, dass eine stärkere Besiedlung des Raumes um Erlangen erst ca. 2000 v. Chr. einsetzte. Aus der Urnenfelderzeit (1200 – 800 v. Chr.) wurden in der Umgebung einige mit Sandsteinplatten eingefasste Gräber (Erlanger Zeichensteine) gefunden. Diese sind mit eingeritzten Tannenzweigmustern versehen und eine in dieser Form einzigartige Fundgruppe. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verödete Erlangen. Fast 20 Jahre lang waren die Stadt und ihr Umland praktisch unbewohnt. Die Situation änderte sich erst 1685, als der französische König Ludwig XIV. das Edikt von Nantes widerrief, welches den calvinistischen Untertanen (von ihren Gegnern Hugenotten genannt) seit 1598 Glaubensfreiheit gewährt hatte. Der Widerruf löste eine Flüchtlingswelle von ca. 180000 Hugenotten aus. Diese Situation nutzte Markgraf Christian Ernst und bot den Flüchtlingen das Recht auf Ansiedlung in Erlangen, um die Wirtschaft in seinem durch den Dreißigjährigen Krieg gebeutelten Herrschaftsgebiet wieder anzukurbeln. Die ersten sechs Hugenotten erreichten Erlangen am 17. Mai 1686, etwa 1500 folgten in mehreren Wellen. Schon bald wurde klar, dass das kleine Dorf Erlangen nicht alle unterbringen konnte und eine neue Siedlung notwendig war. Die tüchtigen Hut- und Handschuhmacher, Strumpfwirker und Händler bescherten Erlangen im 18. Jahrhundert die erste große wirtschaftliche Blüte. Vor ca. 80 Jahren tritt die Erfindung des Bleistiftspitzers von Erlangen aus ihren Siegeszug um die ganze Welt an und macht Erlangen bis heute zur “Spitzerhauptstadt der Welt”.

Zu den "Markenzeichen" Erlangens gehört  seit 1755 die Bergkirchweih, eines der schönsten Volksfeste Süddeutschlands. Zu Pfingsten lockt sie ca. 1 Million Besucher aus nah und fern in die Stadt. Erlangen liegt gemeinsam mit den Städten Nürnberg und Fürth mitten im traditionsreichen Frankenland, das seit jeher Knotenpunkt vieler Handelstrassen war. Etwas von dieser Internationalität, gepaart mit studentischem Leben, einer ausgeprägten Event-Kultur und umweltbewusster Stadtplanung macht Erlangen zu einem lohnenden Ausflugsziel. Dieses werden Sachverständige bei der Immobilienbewertung mit berücksichtigen.

Kulturelles Schmankerl: Franz Seeberger, Besitzer des Musiklokals Starclub, hatte 1978 als Marc Seaberg einen Hit mit dem Song „Looking for Freedom“, der 1989 in einer Version von David Hasselhoff an der Spitze der deutschen Charts stand.

Michael Holm hatte in den 70ern mehrere deutsche Top-Hits, und wurde später mit seinem Musikprojekt Cusco mehrfach für den Grammy nominiert. Mit Fiddler’s Green und Feuerschwanz gibt es zwei weitere Erlanger Bands, die deutschlandweit Auftritte geben.